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<title>Shiva</title>
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<p><b>Shiva</b> (<a href="Sanskrit" title="Sanskrit">Sanskrit</a> शिव <span class="IAST Latn"><a href="International_Alphabet_of_Sanskrit_Transliteration" title="International Alphabet of Sanskrit Transliteration">Śiva</a></span> [<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r227981795">
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</style><span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">ɕɪʋʌ</span></a></span></span>]; „Glückverheißender“) ist einer der Hauptgötter des <a href="Hinduismus" title="Hinduismus">Hinduismus</a>. Im <a href="Shivaismus" title="Shivaismus">Shivaismus</a> gilt er den Gläubigen als die wichtigste Manifestation des Höchsten. Als Bestandteil der „hinduistischen Trinität“ (<a href="Trimurti" title="Trimurti">Trimurti</a>) mit den drei Aspekten des Göttlichen, also mit <a href="Brahma" title="Brahma">Brahma</a>, der als Schöpfer gilt, und <a href="Vishnu" title="Vishnu">Vishnu</a>, dem Bewahrer, verkörpert Shiva das Prinzip der Zerstörung. Außerhalb dieser Trinität verkörpert er Schöpfung und Neubeginn ebenso wie Erhaltung und Zerstörung.
</p><p>Die weibliche Kraft Shivas ist <a href="Shakti" title="Shakti">Shakti</a>, die unter anderem als seine Gattin <a href="Parvati" title="Parvati">Parvati</a> erscheint.
</p><p>Shiva ist unter vielen verschiedenen Namen bekannt; im <a href="Puranas" title="Puranas">Shiva-Purana</a> sind 1008 Namen angeführt, die sich jeweils auf ein Attribut von Shiva beziehen. Häufige <a href="Epitheton" title="Epitheton">Beinamen</a> – teils auch im <a href="Stotra" title="Stotra">Stotra</a> überliefert – sind <i>Mahadeva</i> („großer Gott“), <i><a href="Nataraja" title="Nataraja">Nataraja</a></i> („König des Tanzes“), <i><a href="Bhairava" title="Bhairava">Bhairava</a></i> („der Schreckliche“), <i>Mahesha</i> („höchster Herr“), <i>Nilakantha</i> („der mit dem blauen Hals“, bezogen unter anderem auf den Mythos vom <a href="Milchozean" title="Milchozean">Milchozean</a>), <i><a href="Pashupati" title="Pashupati">Pashupati</a></i> („Herr aller Wesen“), <i><a href="Rudra" title="Rudra">Rudra</a></i> („der Wilde“), <i>Shankara</i> („der segensreich Wirkende“), <i><a href="Vishwanath" title="Vishwanath">Vishwanatha</a></i> („Herr des Alls“) oder Somanatha („Herr des Mondes“).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung_und_Legende">Bedeutung und Legende</h2></div>
<p>Einige <a href="Purana" class="mw-redirect" title="Purana">Puranas</a> bezeichnen Shiva als höchste Manifestation des Einen, weswegen er auch <i>Mahadeva</i>, „der große Gott“, genannt wird. Shiva gilt auch als Gott der <a href="Askese" title="Askese">Asketen</a>, der auf seinem Berg <a href="Kailash" title="Kailash">Kailash</a> in tiefste <a href="Meditation" title="Meditation">Meditation</a> versunken verharrt. Er ist der Gott der Gegensätze: Bildet er einerseits mit Parvati und Ganesha die „Heilige Familie“ (<a href="Somaskanda" title="Somaskanda">Somaskanda</a>), erscheint er andererseits als großer Asket und Einzelgänger. Verkörpert er einerseits die Zerstörung, sehen Gläubige in ihm gleichzeitig den allgegenwärtigen Gnädigen, der das schlechte <a href="Karma" title="Karma">Karma</a> seiner Verehrer tilgt.
</p><p>Shiva gilt als Vater von <a href="Ganesha" title="Ganesha">Ganesha</a>, und verschiedene Puranas berichten in unterschiedlichen Versionen über dessen Ursprung. Nach einer Legende wurde Ganesha von Shivas Gattin Parvati während dessen Abwesenheit modelliert und zum Leben erweckt, damit sie eine eigene Wache habe, während sie badete. Ganesha, wie er später genannt wurde, verwehrte Shiva den Eintritt, und dieser schlug ihm im Zorn den Kopf ab. Aus Reue über die Tat erweckte er ihn wieder zum Leben, indem er einen <a href="Elefanten" title="Elefanten">Elefanten</a> töten ließ und dem Knaben dessen Haupt aufsetzte.
</p><p>Shivas Gattin war jedoch nicht immer Parvati. Es heißt, in erster Ehe sei Shiva mit <a href="Sati_(G%C3%B6ttin)" title="Sati (Göttin)">Sati</a> verheiratet gewesen. Durch seinen ungewöhnlichen Lebensstil als <a href="Askese" title="Askese">Asket</a> geriet er jedoch in Konflikt mit Satis Vater <a href="Daksha" title="Daksha">Daksha</a>, sodass das Ehepaar zu einem Opferfest nicht eingeladen wurde. Sati war in ihrem Stolz als Ehefrau so gekränkt, dass sie sich bei lebendigem Leib verbrannte, um die Ehre ihres Mannes wiederherzustellen. Danach wurde sie von der Erde verschlungen und unter dem Namen Parvati wiedergeboren. Shiva hatte sich unterdessen in der Amarnath Guva (in Indien), die keiner betreten konnte, in eine ewige Meditation versenkt. Als aber Parvati vor der Höhle stand, kam sie herein und sah Shiva. Sie weinte vor ihm und er erwachte aus seiner <a href="Tapas_(Sanskrit)" title="Tapas (Sanskrit)">Tapasya</a> (Meditation), da der Liebesgott <a href="Kamadeva" title="Kamadeva">Kamadeva</a> ihn mit einem Liebespfeil erwecken wollte. Shiva machte sein <a href="Drittes_Auge" title="Drittes Auge">drittes Auge</a> auf und vernichtete Kamadeva. Er weigerte sich Parvati zu erkennen, aber er wusste, dass seine Sati vor ihm wiedergeboren stand.
Parvati weinte und entschloss sich, in Meditation zu versinken, um Shiva zu gewinnen. Sie erstellte einen Shivalinga aus Eis und setzte sich vor ihn und fing an für ein Jahr zu meditieren. Nach einem Jahr war sie zerbrechlich geworden und hatte keine Kraft mehr. Shiva kam in die Höhle und sah sie. Er gab ihrem Körper wieder Leben hinzu und sie wachte auf. Sie hatte Shiva wiedergewonnen und war kein Mensch mehr, sondern die Gemahlin von Shiva für den Rest ihres Lebens und somit auch ein Gott. Heute noch wird Parvati (Sati) sehr von Mädchen angebetet, weil sie eine sehr starke Frau war und eine Nachricht an Mädchen hinterließ, die besagt, dass man Mädchen niemals als schwach bezeichnen oder sehen sollte und dass Mädchen ihre Ehre schützen sollen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historische_Belege">Historische Belege</h2></div>
<p>Durch Inschriften und Münzfunde gesichert ist die Verehrung Shivas erst seit den <a href="Kuschana" title="Kuschana">Kuschana</a> (100–250 n. Chr.). Verbreitet ist der Shiva-Kult in Nordindien erst bei den <a href="Gupta-Reich" title="Gupta-Reich">Guptas</a> (ca. 300 bis 550 n. Chr.), in <a href="S%C3%BCdindien" title="Südindien">Südindien</a> erst ab dem 7. Jahrhundert.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vor allem in Südostasien war die Gottheit <a href="Harihara" title="Harihara">Harihara</a> um die Mitte des 1. Jahrtausends verbreitet, die die Aspekte Shivas und Vishnus vereinigt.
</p><p>Die Hypothese von führenden Wissenschaftlern der <a href="Indus-Kultur" title="Indus-Kultur">Indus-Kultur</a> wie Asko Parpola und Iravatham Mahadevan, dass Shiva ein Gott jener Hochkultur, respektive ein Gott der <a href="Draviden" title="Draviden">Draviden</a> war, fand durch einen <a href="Harappa" title="Harappa">Harappa</a>-Fund, das Pashupati-<a href="Siegel" title="Siegel">Siegel</a>, große Unterstützung.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darauf sieht man eine Figur mit drei oder vier Gesichtern in jede Himmelsrichtung gerichtet neben Tieren im <a href="Lotossitz" title="Lotossitz">Lotossitz</a> sitzen. Sie scheint eine Art Kopfschmuck zu tragen. Daher kamen einige zu dem Schluss, es handle sich um Shiva in seinem <a href="Pashupati" title="Pashupati">Pashupati</a>-Aspekt. Des Weiteren fand man an den Fundorten der Indus-Kultur <a href="Lingam" class="mw-redirect" title="Lingam">Lingams</a>, die eine sehr alte Verehrung, wie sie auch heute stattfindet, bezeugen. Die Theorie, dass Shiva ein nichtvedischer Gott sei, wird unter anderem mit einer Geschichte aus den <a href="Puranas" title="Puranas">Puranas</a> erklärt, in der Shiva <i>Vedabahya</i> („außerhalb der <a href="Veden" class="mw-redirect" title="Veden">Veden</a>“, „Ungläubiger“) genannt wird. Tatsächlich erscheint der Name Shiva nicht in den Veden.
</p><p>Für Gläubige in hinduistischen Traditionen ist Shiva oft mit <a href="Rudra" title="Rudra">Rudra</a> identisch, der erstmals in der <i><a href="Upanishaden" title="Upanishaden">Svetasvatara Upanishad</a></i> Shiva genannt wurde.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dagegen ist die Frage der Identität des vedischen Rudra mit Shiva aus wissenschaftlicher Sicht umstritten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Darstellung">Darstellung</h2></div>
<p>Zusammen mit Shiva werden oft der Stier <a href="Nandi_(Mythologie)" title="Nandi (Mythologie)">Nandi</a> als sein <a href="Vahana" title="Vahana">Reittier</a>, seine Frau <a href="Parvati" title="Parvati">Parvati</a> sowie seine Söhne <a href="Skanda" title="Skanda">Skanda</a> (<i>Kartikeya/Murugan</i>) und <a href="Ganesha" title="Ganesha">Ganesha</a> abgebildet. Vor allem in Südindien findet sich die Darstellung Shivas mit Parvati und Skanda (<a href="Somaskanda" title="Somaskanda">Somaskanda</a>). In älteren Darstellungen sind in seiner Begleitung häufiger einige <a href="Gana_(Mythologie)" title="Gana (Mythologie)">Ganas</a> zu sehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lingam">Lingam</h3></div>
<p>Die Verehrung Shivas in Form des <a href="Lingam" class="mw-redirect" title="Lingam">Lingam</a> oder Linga, eines zylindrischen, oben gerundeten Steins, ist möglicherweise auf den Einfluss vorarischer anikonischer <a href="Steinkult" title="Steinkult">Steinkulte</a> zurückzuführen. Die Schöpferkraft des Gottes wird hier durch den Lingam (oft als stilisierter Phallus interpretiert) dargestellt, der in einer <a href="Yoni" title="Yoni">Yoni</a> (oft als stilisierte Vagina interpretiert) steht. An Festtagen übergießen Gläubige in einer feierlichen Zeremonie den Linga zunächst mit einer Mischung aus Milch und Honig (symbolisch für <a href="Amrita_(Trank)" title="Amrita (Trank)">Amrita</a>, den Trank der Unsterblichkeit) und dekorieren ihn anschließend mit Blumen. Der Höhepunkt der Zeremonie versinnbildlicht die „<a href="Mystische_Hochzeit" title="Mystische Hochzeit">Unio mystica</a>“, die Vereinigung zwischen dem Göttlichen und dem Weltlichen, zwischen <a href="Atman" title="Atman">Atman</a> und <a href="Brahman_(Philosophie)" title="Brahman (Philosophie)">Brahman</a>, oder im <a href="Tantra" title="Tantra">tantrischen</a> <a href="Shivaismus" title="Shivaismus">Shivaismus</a> die Vereinigung von Linga und Yoni. Die meisten Hindus jedoch verehren einen Linga nicht im Bewusstsein, einen Phallus vor sich zu haben. Das Wort Linga bedeutet „Zeichen“, ein Zeichen, in dem alle Formen sich auflösen. Shivaitische Schriften betonen immer wieder die Formlosigkeit des Göttlichen. Daher wird Shiva von seinen Gläubigen selten in personhafter, sondern hauptsächlich in symbolischer Form, dem Linga oder dem Dreizack (<i><a href="Trishula" title="Trishula">trishula</a></i>), verehrt.
</p><p>Unterschiedlichen Überlieferungen zufolge gibt es in Indien etwa sieben bis zwölf wichtige Naturheiligtümer (<a href="Jyotirlinga" title="Jyotirlinga">Jyotirlingas</a>), in denen jeweils ein von der Natur geformter Lingam steht, wie etwa in der <a href="Amarnath" title="Amarnath">Amarnath</a>-Höhle im <a href="Himalaya" title="Himalaya">Himalaya</a>, wo sich in bestimmten Zyklen eine Eissäule bildet und wieder schwindet. Diese Plätze sind wichtige <a href="Wallfahrt" title="Wallfahrt">Wallfahrtszentren</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nataraja">Nataraja</h3></div>
<p>Vor allem im Süden Indiens wird Shiva als <i><a href="Nataraja" title="Nataraja">Nataraja</a></i> („König des Tanzes“) im <a href="Tandava" title="Tandava">kosmischen Tanz</a> dargestellt, tanzend auf <a href="Apasmara" title="Apasmara">Apasmara</a>, dem „Dämon der Unwissenheit“. Im Tanz zerstört Shiva die Unwissenheit und darüber hinaus das ganze Universum, das er jedoch gleichzeitig wieder neu erschafft. Hier drücken meist vier oder acht, gelegentlich auch mehr Arme seine kosmischen Kräfte aus. Eine Hand deutet die Schutz gewährende Handstellung (<i><a href="Abhayamudra" class="mw-redirect" title="Abhayamudra">abhayamudra</a></i>) an, die andere die Gnade gewährende, während seine anderen beiden Hände die kleine Trommel und ein Feuer tragen. Da es keine einheitliche hinduistische Ikonographie gibt, kann die Interpretation dieser Darstellung sehr unterschiedlich sein. Das Feuer ist meist ein Hinweis auf Vernichtung, kann aber auch als Ausdruck der Energie Shivas verstanden werden. <a href="Ananda_Coomaraswamy" class="mw-redirect" title="Ananda Coomaraswamy">Ananda Coomaraswamy</a> fasst die Symbolik des Nataraja in einem Essay zusammen: “<span lang="en">The essential significance of Shivas Dance is threefold: First, it is the image of his rhythmic play as the source of all movement within the cosmos, which is represented by the arch: Secondly, the purpose of his dance is to release the countless souls of men from the snare of illusion: Thirdly the place of the Dance, <a href="Chidambaram" title="Chidambaram">Chidambaram</a>, the Centre of the Universe, is within the heart.</span>”<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Malerei">Malerei</h3></div>
<p>Die neuzeitliche hinduistische Malerei stellt Shiva meist mit weißer oder aschegrauer Haut dar – oft mit blauem Hals als <i>Nilakanta</i>, dann ist er der Retter, der das Gift des Urmeeres getrunken und dadurch das Universum gerettet hat. Auf seiner Stirn befinden sich das dritte Auge und drei waagerechte Aschestriche. Oft schlingt sich eine Schlange um seinen Hals, aus dem langen und offenen Haar ragt eine Mondsichel. Gelegentlich sieht man Wasser aus seinem Haar fließen, welches die Göttin <a href="Ganga" title="Ganga">Ganga</a>, die Verkörperung des <a href="Ganges" title="Ganges">Gangesflusses</a> darstellt, die nach der Mythologie vom Himmel sprang, von Shivas Haar aufgefangen wurde und dadurch sanft auf die Erde rann. Die meisten Darstellungen zeigen Shiva mit seinem <a href="Dreizack" title="Dreizack">Dreizack</a> (<i><a href="Trishula" title="Trishula">trishula</a></i>) und der Sanduhrtrommel (<i><a href="Damaru" title="Damaru">damaru</a></i>) in der rechten Hand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Statuen">Statuen</h3></div>
<p>Die 2022 errichtete <a href="Statue_of_Belief" title="Statue of Belief">Statue of Belief</a> in Nathdwara im indischen Bundesstaat <a href="Rajasthan" title="Rajasthan">Rajasthan</a> ist mit einer Höhe von 112,5 Metern die höchste Shiva-Statue weltweit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Theologie_und_Kult">Theologie und Kult</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tantrische_Interpretation">Tantrische Interpretation</h3></div>
<p>Shivas Wirken wird tantrisch auch durch die sogenannten fünf Handlungen Shivas, die Panchakritya, beschrieben.
</p>
<ol><li><i>Sṛṣṭi:</i> Emission oder Weiterfließen.</li>
<li><i>Sthiti:</i> Erhaltung.</li>
<li><i>Saṃhāra:</i> Auflösung oder Rückabsorption.</li>
<li><i>Tirodhana:</i> Verschleierung, Vergessen.</li>
<li><i>Anugraha:</i> Enthüllung, Erinnerung.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ol>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Feiertag">Feiertag</h3></div>
<p>Der wichtigste Feiertag zu Ehren Shivas in Indien ist <a href="Shivaratri" title="Shivaratri">Shivaratri</a>, die „Nacht Shivas“ (auch Mahashivaratri genannt), bei dem die Verehrung des Lingam im Mittelpunkt steht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption_in_Europa">Rezeption in Europa</h2></div>
<p>In der westlichen Interpretation wurde Shiva oft nur die Rolle des Weltzerstörers zugeschrieben und er wurde einseitig als Gott der <a href="Asket" class="mw-redirect" title="Asket">Asketen</a> und <a href="Sadhu" title="Sadhu">Sadhus</a> interpretiert. Seine Rolle besteht jedoch sowohl im Erhalt als auch in der Zerstörung der Welt. Wenn Shivas Tanz aufhört, so sagen überzeugte Shivaiten, dann geht die Welt unter, aber Shivas Tanz wird nie aufhören, also wird die Welt nie untergehen. Daher ist Shiva, insbesondere in seiner Form als <i>Nataraja</i>, der Inbegriff und die Repräsentation des <a href="Periodizit%C3%A4t" title="Periodizität">zyklischen</a> <a href="Zeit" title="Zeit">Zeitverständnisses</a> gläubiger Hindus.
</p><p>In der <a href="Neotantra" title="Neotantra">Neotantra</a>-Szene wird <i>Shiva</i> synonym zu <i>Mann</i> gebraucht. Shiva wurde zunächst zum „Lieblingsgott“ der <a href="Hippie" title="Hippie">Hippies</a>, die in den späten 1960er Jahren nach Indien reisten. Viele fühlten sich vielleicht davon angezogen, dass eines der Kräuter, die Shiva zugeordnet werden, Ganja ist (<a href="Hanf" title="Hanf">Hanf</a>, <a href="Marihuana" title="Marihuana">Marihuana</a>).<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Ardhanarishvara" title="Ardhanarishvara">Ardhanarishvara</a></li>
<li><a href="Kali_(G%C3%B6ttin)" title="Kali (Göttin)">Kali</a></li>
<li><a href="Andhaka" title="Andhaka">Andhaka</a></li>
<li><a href="Bhringi" title="Bhringi">Bhringi</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Axel_Michaels" title="Axel Michaels">Axel Michaels</a>: <i>Der Hinduismus</i>. C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-54974-8.</li>
<li><a href="Wolf-Dieter_Storl" title="Wolf-Dieter Storl">Wolf-Dieter Storl</a>: <i>Shiva. Der wilde, gütige Gott</i>. Koha, Burgrein 2002, ISBN 3-929512-90-4.</li>
<li>Wendy Doniger O’Flaherty: <i>Asceticism and eroticism in the mythology of Śiva.</i> Oxford University Press, London 1973, ISBN 0-19-713573-0.</li>
<li>Swami Harshananda: <i>Hindu Gods and Goddesses</i>. Sri Ramakrishna Math, Madras 1981, ISBN 0-7025-0107-7.</li>
<li>R.C. Zaehner: <i>Der Hinduismus. Seine Geschichte und seine Lehre</i>. Wilhelm Goldmann Verlag, München 1979, ISBN 3-442-39028-1.</li>
<li>Johannes Beltz (Hrsg.): "Shiva Nataraja. Der kosmische Tänzer". Museum Rietberg, Zürich 2008, ISBN 978-3-907077-38-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Shiva?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Shiva</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Schiwa" class="extiw external" title="wikt:Schiwa">Wiktionary: Schiwa</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://templenet.com/abode.html"><i>Shiva-Tempel in Indien</i></a> (englisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Anneliese und Peter Keilhauer: <i>Bildsprache des Hinduismus. Die indische Götterwelt und ihre Symbolik</i>. DuMont, Köln 1983, S. 112 ff. ISBN 3-7701-1347-0.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Axel Michaels: <i>Der Hinduismus.</i> München, 2006, S. 240.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.harappa.com/script/parpola16.html"><i>Asko Parpola</i></a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.harappa.com/script/maha15.html"><i>Iravatham Mahadevan</i></a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Axel Michaels: <i>Hinduism: Past and Present.</i> Princeton University Press, Princeton (New Jersey) 2004, S. 217.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ananda_Coomaraswamy" class="mw-redirect" title="Ananda Coomaraswamy">Ananda Coomaraswamy</a>: <i>The Dance of Shiva.</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.integral-yoga.de./Natya-Yoga/coomaraswamy.html">(online)</a></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kheper.net/topics/Trika/Pancakrtya.html">Panchakritya</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Wolf-Dieter_Storl" title="Wolf-Dieter Storl">Wolf-Dieter Storl</a>: <i>Bom Shiva – Der ekstatische Gott des Ganjas.</i> Nachtschatten Verlag, Solothurn 2003, ISBN 3-03788-114-3.</span>
</li>
</ol>
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